Navigierte Korrektur OSG, Rück- und MittelfußZukunftsaussichten

Für die Zukunft werden sicherlich noch eine deutlich verbesserte Bedienbarkeit und vor allem wesentlich geringere Gerätekosten erreicht.  Vor allem ist aber eine Integration der präoperativen Diagnostik und Planung in ein integriertes Computersystem dringend notwendig.

Mit einem derartigen System könnten CT, Kernspintomographie, Pedographie zum prä-, intra- und postoperativen Zeitpunkt eingebunden und ausgewertet werden um eine noch bessere Hilfe für den Chirurgen zu gewährleisten. Wichtige Schritte in diese Richtung ist das System DASH (Brainlab, Heimstetten) bei dem ein iPod touch bzw. iPhone (Apple, Cupertino, USA) bei der Knieendoprothetik präoperativ zur Analyse und Planung und intraoperativ als an den Schnittleeren montiertes Display dient.

Eine wesentlich bessere und einfachere Darstellung könnte aber durch eine holographische Darstellung erreicht werden die über dem Operationssitus schwebt. Durch eine derartige Darstellung wäre für Operateur, Assistenten und Instrumenteur eine ergonomisch optimale Stellung erreicht. Eine weitere Entwicklungsmöglichkeit im Vergleich zur derzeitigen nur morphologisch d.h. knochpositionsbasierten Navigation stellt eine kraft- bzw. kraftverteilungsbasierte Navigation dar. Dabei wird z.B. mittels intraoperativer Pedographie ein Finite Elemente-Modell generiert und die daraus berechnete aktuelle virtuelle Kraftverteilung mittels Hologramm dargestellt. Diese virtuelle Kraftverteilung kann dabei qualitativ und quantitativ mit einer "normalen" Kraftverteilung verglichen werden. Die Navigation wird sich in Zukunft im OP ebenso durchsetzen wie bereits jetzt im Verkehr.

Holographische virtuelle Darstellung der Knochenposition und Kraftverteilung über dem Operationssitus bei einer Korrekturarthrodese des Mittelfußes/Lisfrancgelenks.