Die Oszillographie der unteren Extremitäten ist ein etabliertes, nicht-invasives Funktionsverfahren zur objektiven Beurteilung der arteriellen Strombahn. Im klinischen Kontext dient sie primär der Detektion und Verlaufsbeobachtung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). Das Prinzip basiert auf der volumetrischen Erfassung pulsabhängiger Druckschwankungen: Über segmentale Manschetten an Knöcheln, Unterschenkeln oder Oberschenkeln werden die Volumenänderungen der Arterien bei jedem Herzschlag registriert. Ein hochempfindlicher Drucksensor wandelt diese mechanischen Impulse in grafische Oszillogramme um. Die diagnostische Auswertung stützt sich auf die Analyse der Amplitudenhöhe sowie der Kurvenmorphologie. Während steile Anstiege auf eine intakte Gefäßelastizität hinweisen, deuten abgeflachte oder deformierte Kurvenverläufe auf hämodynamisch relevante Stenosen oder Verschlüsse hin. Gegenüber der palpatorischen Pulsprüfung bietet die Oszillographie den entscheidenden Vorteil der untersucherunabhängigen Dokumentation und hohen Reproduzierbarkeit. Da das Verfahren ohne ionisierende Strahlung oder invasive Eingriffe auskommt, eignet es sich hervorragend als Screening-Instrument. Es liefert präzise Daten über die funktionelle Kapazität des arteriellen Systems und ergänzt die bildgebenden Verfahren um wertvolle hämodynamische Informationen.
Seit März 2026 steht in der Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie ein modernes Oszillographiesystem zur Verfügung

